Sprache und Taten

Die diplomatische Sprache ist im Umbruch. Da wird bei Kriegen von Drecksarbeit gesprochen, man drückt sein Unverständnis mit What the Fuck aus. Und seit Trump redet man ja auch hier schon lieber über Deals, satt über Verträge, Vereinbarungen und so weiter. Wir bewegen uns auf einer sprachlichen Spirale nach unter.
Und Donald Trump feiert das für sich, da er denkt, er würde den netten Kerlen in Den Haag demonstrieren, wie man Politik macht. Und alle machen mit! Man kriecht förmlich vor ihm und schmiert ihm ständig Honig ums Maul, damit er bei Laune bleibt. Donald Trump kann man nur über Geld und Kriecherei erreichen.
Es dürfte nun spannend werden was in den nächsten Tagen passiert. Die Iran Aktion war wohl nicht so erfolgreich wie erhofft, Israel will sein eigenes Ding machen und die Ukraine braucht unbedingte Lieferungen aus den USA.
Tja und zu Jens Spahn nur soviel. Er hat den Staat großen Schaden zugefügt. Er hat unverantwortlich gehandelt. Er für sich selbst und Partner Verträge gemacht. Langsam kommt die Forderung auf, er solle sein Mandat niederlegen. In Japan wäre das einfacher. Dort könnte Friedrich Merz in auffordern Seppuku zu begehen, um zumindest die persönliche Ehre zu behalten. Gleiches gilt natürlich auch für Herrn Scheuer und Herrn Dobrindt.
Aber so ist das halt in Japan. Hier sitzt man das einfach aus. Freut sich auf einen schönen Job nach dem Bundestag. Und die Herren Spahn Scheuer und Dobrindt sind die besten Beispiel dafür, wie man Glaubwürdigkeit in die Regierung verliert. Es ist zum Teil so offensichtlich, das man sich wirklich fragen muss, wie lange es dauert, bis endlich mal durchgegriffen wird. Offensichtlich scheinen ja auffallend viele Anhänger oder Mitglieder der CDU und CSU einen schönen Reibach dabei gemacht zu haben.
Und das die Abgeordneten dann einen zu großen Teilen geschwärzten Bericht bekommen, finde ich schon stark. Man kann nur hoffen, das ein Ausschuss das ganze Material ungeschwärtz lesen kann.
Aber ich befürchte, das es läuft wie immer. Da kommen schon schnell Zweifel an unserem Rechtssystem auf. Politiker, und vor allem Minister, inkl. ehemalige, sind unberührbar.
Und zum Schluss noch die gute Nachricht, das Donald Trump nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA, nun fast machen kann was er will. Fast kein Gericht kann ihn noch aufhalten. Das ist sein Ermächtigungsgesetz. Schönes neues Amerika.